ARTISTIC FASHION: Pretty Reckless


 

ARTISTIC FASHION - das ist der Titel der neuen Blogserie, in der besondere Styles und Themen im Focus stehen, die uns Millennials besonders bewegen. Als ich Respondoro.de 2016 angefangen habe ging es mir hauptsächlich darum zu suggerieren, dass Mode ein Werkzeug der Selbstdarstellung ist. Heute möchte ich euch natürlich immer noch dazu ermutigen, das zu tragen, was euch repräsentiert. Mit #artisticfashion Beiträgen, stelle ich euch Menschen vor, die diese Selbstinszenierung leben und möchte ihre Besonderheit Anerkennung schenken. 

 

Es wird um Topics gehen, die nicht nur auf Social Media die Runde machen, sondern uns genauso in der Realität konfrontieren. Styles die nicht immer nur schön oder massentauglich sind, für den einen oder andern auf den ersten Blick vielleicht sogar merkwürdig erscheinen oder provozieren. Doch genau diese Looks verdienen diesen künstlerischen Titel. Lasst euch von den unterschiedlichen Looks der Artistic Fashion Beiträge dazu inspirieren aus dem Rahmen zu springen, über den Tellerrand zu schauen oder ganz einfach wie meine Models Bärbel und Naemi pretty reckless zu sein. Viel Spaß beim Lesen!

 


 

ZWISCHEN NORMCORE UND WEIBLICHER EXTRENTIK

 

Baumwolle statt Seide, Phlegma statt Glamour - mit Modehighlists wie der Latzhose aus den 90ern zelebrieren die beiden gekonnt den anfangs belächelten doch heute gefeierten „Normcore“-Style, bei dem es hauptsächlich um Einfachheit geht. "Normcore" so nennt sich der Neuologismus, der sich durch die Begriffe „Norm“ (=normal) und „hardcore“ zusammensetzt. Anfänglich wurde dieser von den namenhaften Modemachern belächelt, doch heute wird dieser Nicht-Stil-Stil international gefeiert. Doch ohne auf überteuerte Fashion Pieces der Modekonzerne zurückgreifen zu müssen, bringen Bärbel & Naemi mit Vintagestücken diese außergewöhnlich-gewöhnliche Kleidungsform erst richtig zum Leben.

 


 

 

GIRLPOWER STATT SLUTSHAMING

 

 

Um aus diesem Nicht-Stil einen Style mit Wiedererkennungswert zu schaffen braucht es vor allem eins: Confidence. Confidence (=Selbstbewusstsein) sich in jeden Look, den man sich im morgendlichen Rush zusammenstellt hat, wohl zuführen und kein Wert darauf zu legen, was andere davon halten mögen. Die Art von Selbstbewusstsein sich zu trauen aus dem Rahmen zu fallen und mit den Blicken zurechtzukommen, die man automatisch auf sich zieht. Und davon gibt es genau zwei Arten: Den „OMG“-Blick und den „Oh mein Gott“-Blick - der Unterschied liegt natürlich in der Betonung. Während die Kurzform OMG! eher positiv aufgefasst werden kann, wie „OMG Girl, das sieht hammer aus!!“, trägt die ausgeschriebene Form einen negativen Beigeschmack. Dieser herablassende und von Vorurteilen behaftete Blick kommt meist von jenen, die sich selber nicht trauen sie selbst zu sein und deswegen jeden schlecht reden die es tun. Diese Blicke dürfen dich jedoch nicht davon abhalten ganz du selbst zu sein.

 

"If it's not your body, it's not your decision" - So sehr ich dich ermutige, zu tun, zu denken und zu tragen, was immer du willst, ich hoffe, du verstehst auch, dass alle anderen dasselbe tun. Respektiere also die Meinungen und Entscheidungen anderer so, wie du selbst respektiert werden möchtest. Wir müssen die Art und Weise ändern, wie wir uns gegenseitig behandeln, denn als Frauen sollten wir die größten Verbündeten des jeweils anderen sein, nicht die größte Konkurrenz der anderen. Wir sollten uns gegenseitig bei der Arbeit unterstützen, zu Hause, in unserem Freundeskreis, in der Kirche, wo auch immer. Lasst uns real sein: Keiner von uns ist perfekt, also warum beurteilen wir uns so sehr? 

 


 

FEMINISM AND FASHION

 

Frauen und Männer sind gleichberechtigt - so steht das zumindest im Gesetz. Dass die Realität hingegen anders aussieht ist kein Geheimnis. Kürzlich bin ich auf einen Artikel gestoßen, den ich nun unbedingt mit euch teilen möchte: 

 

"Es ist nicht lange her, da gab es wütende Feministinnen. Sie nannten sich  "Rote Zora"  und kämpften gemeinsam im Widerstand. Was sie einte? Na ja, ihre Wut. Vor 50 Jahren entstand ein militanter Feminismus, einer, der gewaltbereit war und nicht davor zurückschreckte, mit Waffen gegen die Unterdrückung zu kämpfen. Linke Feministinnen zündeten staatliche Institutionen an, ließen Bomben hochgehen und attackierten ihre Systemgegner.

 

Diese Wut verschwand in den früheren Achtziegerjahren aus dem feministischen Kampf. Frauen, die sich heute für Gleichberechtigung einsetzten, tun dies oft stiller und vermittelnder. Es scheint, als haben viele sogar Angst davor, wütend das Wort zu erheben, wenn sie ungerecht behandet werden. Doch das ist ein Problem. Es geht zwar nicht um Bomben, aber darum, aufzumucken:" (Quelle: www.zeit.de, Titel "Der Feminismus muss eine Bitch sein")

 

Mode wurde immer gegen Frauen verwendet, um ihren Intellekt oder Status zu beurteilen und es ist an der Zeit, dass dies ein Ende nimmt. Wenn Lena mit T-Shirt, Jeans und Vans in den Unterricht kommt, sollte sie nicht hässlich oder faul genannt werden, nur weil sie sich in der Schule wohlfühlen möchte. Genauso wenig sollte Tina als Hoe bezeichnet werden, nur weil sie zum Sommeranfang stolz ihr nues Lieblingskleid am Campus trägt. 

 

Es ist das 21. Jahrhundert und es ist absolut lächerlich, dass der Anzug eines Politikers nur zählt, wenn er weiblich ist und das irgendwie wichtiger ist als seine Ideen und seine politische Strategie. Mode soll Spaß machen. Etwas das du mit dir selbst experimentieren kannst. Es kann ein Werkzeug sein, um eine Nachricht zu senden und kann dir Freude bereiten, aber es sollte nie als Waffe gegen Frauen oder eine Blockade gegen ihre Karriere und Stimmer verwendet werden. Wenn überhaupt, sollte Mode ermächtigend und kreativ sein. 


Du bist selbst ein #artisticfashionist und deine Kleiderwahl basiert auf ein Statement, dass du mit der Welt teilen möchtest? 

Oder kennst du jemanden, dessen ausgefallener Stil in die Artistik Fashion Serie passt? 

Contact me and we’ll spread the message! Kontaktiere mich gern über Instagram, Facebook oder per Mail und werde zum ARSTIC FASHIONIST! 

 

Vielen lieben Dank an meine Girls Naemi und Bärbel für das super Shooting, hat wirklich Spaß gemacht. 

 

Genauso vielen vielen Dank an den creative thinker francob für die tolle Location-Organisation und den genialen Tag!  

 

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